Spannbetttuch: Steghöhe & Maße richtig wählen
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Ein Spannbetttuch, das morgens zusammengeknüllt in der Bettmitte liegt, hat fast immer denselben Grund: Es passt nicht zur Matratze. Nicht nur Länge und Breite entscheiden darüber, ob das Laken sitzt, sondern vor allem die Steghöhe. Wer die Spannbetttuch Steghöhe einmal richtig bestimmt, kauft danach zuverlässig passgenau – unabhängig davon, ob auf dem Bett eine flache Kaltschaummatratze oder ein hoher Boxspring-Aufbau liegt.
Was die Steghöhe genau beschreibt
Die Steghöhe ist die Höhe des seitlichen Stoffstreifens, der von der Liegefläche nach unten um die Matratzenkante läuft, bis der eingearbeitete Gummizug greift. Sie bestimmt, wie viel Matratzenhöhe das Tuch umschließen kann. Ist der Steg zu niedrig, sitzt der Gummizug nur knapp unter der Kante und rutscht bei jeder Bewegung ab. Ist er deutlich zu hoch, bleibt überschüssiger Stoff unter der Matratze liegen – das stört zwar weniger, kann aber Falten an den Ecken werfen.
Messen Sie deshalb nicht das Bettgestell, sondern die Matratze selbst: Länge, Breite und Höhe an der Seitenkante, gemessen im unbelasteten Zustand. Rechnen Sie zur Matratzenhöhe einige Zentimeter hinzu, wenn Sie zusätzlich einen Topper oder einen Matratzenschoner verwenden – beides erhöht den Aufbau spürbar.
Die passende Steghöhe für Ihre Matratze
Als Orientierung haben sich drei Bereiche bewährt:
- Bis ca. 20 cm Matratzenhöhe: klassische Spannbetttücher mit Standardsteg. Typisch für ältere Federkern- und schlanke Kaltschaummatratzen.
- Ca. 20–30 cm: der heute häufigste Fall. Moderne Matratzen liegen meist in diesem Bereich, oft noch ergänzt um einen Topper.
- Über 30 cm: hohe Aufbauten und Boxspringbetten. Hier brauchen Sie ausdrücklich ein Spannbetttuch mit erhöhtem Steg, sonst springen die Ecken zuverlässig ab.
Die gute Nachricht: Dehnbare Qualitäten verzeihen einiges. Ein Jersey- oder Feinjersey-Laken passt sich über einen weiten Höhenbereich an, weil die Maschenware in beide Richtungen nachgibt. Gewebte Laken – etwa aus Biber oder Renforcé – dehnen sich dagegen kaum und müssen näher am tatsächlichen Maß liegen. Wie sich die Konstruktionen unterscheiden, lesen Sie im Vergleich Jersey, Feinjersey und Elastic.
Sonderfall Boxspringbett
Beim Boxspringbett addieren sich Box, Matratze und Topper zu einer Gesamthöhe, die schnell 35 bis 45 cm erreicht. Entscheidend ist, welche Ebene Sie beziehen möchten: Meistens genügt ein Laken für den Topper allein – das ist deutlich einfacher zu wechseln als eines über den kompletten Aufbau. Die Details dazu haben wir in unserem Ratgeber Spannbetttuch für Boxspringbetten zusammengefasst.
Länge und Breite: Toleranz ist erwünscht
Anders als beim Bettbezug ist beim Spannbetttuch ein gewisses Untermaß Absicht. Elastische Laken sind bewusst etwas knapper geschnitten, damit die Spannung entsteht, die für die glatte Liegefläche sorgt. Kaufen Sie also nicht "eine Nummer größer", weil das Tuch anfangs stramm wirkt – genau das soll es.
Bei Doppelbetten mit zwei getrennten Matratzen brauchen Sie zwei einzelne Laken in der jeweiligen Einzelbreite, nicht ein durchgehendes. Und bei Übergrößen lohnt der Blick auf die tatsächlichen Zentimeterangaben statt auf Bezeichnungen wie "King Size", die je nach Land unterschiedlich definiert sind. Die gängigen Größenbereiche liegen bei 90x190–100x200 cm für Einzelbetten, 140x200–160x200 cm und 180x200–200x200 cm für Doppel- und Boxspringbetten; für Kinderbetten gibt es eigene Größen ab 60x120 cm. Einen Überblick über die gängigen Maße gibt unser Beitrag Bettwäsche-Größen erklärt.
Material und Verarbeitung entscheiden über die Haltbarkeit
Ein Spannbetttuch wird stärker beansprucht als jedes andere Teil im Bett: Es wird gedehnt, gescheuert und häufig gewaschen. Deshalb zählt hier die Substanz. Achten Sie auf einen rundum eingearbeiteten Gummizug statt nur eines Eckengummis, auf saubere Kantenverarbeitung und auf ein Material, das nach dem Waschen seine Rückstellkraft behält.
In unserem Sortiment finden Sie Spannbettlaken in verschiedenen Qualitäten – von elastischem Jersey für ganzjährigen Einsatz bis zum kuscheligen Biber-Spannbettlaken für kalte Nächte. Alle Qualitäten stammen aus unserer vollstufigen Fertigung in Deutschland: Wir weben, veredeln und konfektionieren am eigenen Standort. Das ist der Grund, warum unsere Laken maßhaltig bleiben – vorgeschrumpfte Ware läuft im ersten Waschgang nicht plötzlich um zwei Größen ein. Passend dazu finden Sie im Bereich Bettwäsche die abgestimmten Bezüge in derselben Qualität.
Häufige Fragen
Wie messe ich die Steghöhe richtig?
Messen Sie die Höhe der Matratzenseite von der Liegefläche bis zur Unterkante, im unbelasteten Zustand. Verwenden Sie einen Topper oder Matratzenschoner, addieren Sie dessen Höhe dazu. Das Ergebnis ist die Mindeststeghöhe, die Ihr Spannbetttuch abdecken muss.
Was passiert, wenn die Steghöhe zu klein ist?
Der Gummizug sitzt dann zu weit oben an der Matratzenkante und hat zu wenig Halt. Das Laken springt nachts an den Ecken ab und wirft Falten. Bei stark dehnbaren Jersey-Qualitäten lässt sich eine geringe Abweichung ausgleichen, bei gewebten Laken aus Biber oder Renforcé nicht.
Kann die Steghöhe auch zu groß sein?
Funktional ist das unkritisch – der überschüssige Stoff verschwindet unter der Matratze. Bei sehr großer Differenz kann es allerdings an den Ecken Faltenwurf geben. Wählen Sie im Zweifel lieber etwas mehr Steghöhe als zu wenig.
Welches Spannbettlaken ist warm im Winter?
Angeraute oder dicht gewebte Qualitäten: Biber-Spannbettlaken, das Frottee-Stretch Spannbetttuch oder das Molton-Spannbetttuch, das zugleich als Matratzenschutz dient.
Welches Spannbettlaken ist gut für den Sommer?
Jersey und Feinjersey sind elastisch, atmungsaktiv und ganzjährig beliebt, im Sommer aber besonders angenehm kühl auf der Haut.
Was ist ein Spannbettlaken für Wasserbetten?
Wasserbetten brauchen besonders elastische Laken, die der Bewegung der Wassermatratze folgen – zum Beispiel das biberna Jersey-Elastic Spannbetttuch. Mehr dazu im Beitrag Spannbetttuch fürs Wasserbett.