Der Matratzenschoner ist das unsichtbare Arbeitstier im Bett: Er liegt direkt zwischen Matratze und Spannbettlaken, nimmt Feuchtigkeit auf, fängt Hautschüppchen ab und schützt die Matratze vor Flecken. Genau deshalb lohnt es sich, den Matratzenschoner regelmäßig zu waschen – und zwar so, dass er dabei nicht leidet. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf es bei Temperatur, Waschmittel und Trocknung ankommt und welche Unterschiede es zwischen Molton-Auflagen, wasserundurchlässigen Modellen und Noppen-Schonern gibt.
Warum der Matratzenschoner regelmäßig in die Waschmaschine gehört
Wir verlieren jede Nacht Feuchtigkeit und Hautschüppchen. Das Spannbettlaken fängt einen Teil davon ab, der Rest wandert weiter nach unten. Ein Matratzenschoner nimmt diese Belastung auf, damit sie nicht in der Matratze landet – dort wären sie kaum mehr zu entfernen. Eine Matratze können Sie nicht waschen, den Schoner schon. Das ist sein eigentlicher Sinn.
Bleibt er dagegen jahrelang ungewaschen liegen, sammeln sich Feuchtigkeit, Hautschüppchen und Gerüche. Wie ein hygienischer Aufbau im Bett funktioniert, haben wir in unserem Beitrag Matratzenschutz: Vorteile für hygienischen Schlaf ausführlich beschrieben.
Matratzenschoner waschen: Temperatur, Waschmittel, Programm
Die wichtigste Regel zuerst: Maßgeblich ist immer das Pflegeetikett Ihres Modells. Die aufgedruckten Symbole geben die Höchsttemperatur und das erlaubte Programm vor – alles darüber geht auf Ihr Risiko. Wenn Sie bei den Zeichen unsicher sind, hilft unser Beitrag Pflegesymbole richtig verstehen weiter.
Molton- und Frottee-Auflagen aus Baumwolle
Reine Baumwollauflagen sind die unkompliziertesten Vertreter. Sie vertragen in der Regel eine hohe Waschtemperatur, sofern das Etikett sie freigibt. Verwenden Sie ein Vollwaschmittel in Pulverform – es enthält Bleichkomponenten und beugt Grauschleier vor. Auf Weichspüler sollten Sie verzichten: Er legt sich als Film auf die Fasern und senkt genau die Saugfähigkeit, wegen der Sie die Auflage gekauft haben.
Waschen Sie die Auflage möglichst allein oder mit wenig Zuladung. Eine Trommel, die nur zu zwei Dritteln gefüllt ist, wäscht spürbar gründlicher und spült die Waschmittelreste besser aus.
Wasserundurchlässige Auflagen
Modelle mit wasserundurchlässiger Schicht brauchen mehr Rücksicht. Hitze ist hier der kritische Punkt: Zu heißes Wasser und vor allem zu heißes Trocknen können die Beschichtung angreifen, sodass sie spröde wird oder sich löst. Bleiben Sie bei der auf dem Etikett angegebenen Temperatur, wählen Sie ein Programm mit reduzierter Schleuderzahl und nutzen Sie keine Chlorbleiche. Ein Flüssigwaschmittel ohne Bleiche ist hier die sichere Wahl.
Noppen-Matratzenschoner
Noppen-Schoner haben eine rutschhemmende Beschichtung auf der Unterseite, die den Schoner an Ort und Stelle hält. Auch sie mögen keine hohen Temperaturen und keine starke mechanische Belastung. Waschen Sie schonend, schleudern Sie moderat und trocknen Sie an der Luft. Warum diese Schoner trotzdem eine sinnvolle Anschaffung sind, lesen Sie im Beitrag Warum ein Noppen-Matratzenschoner wichtig ist.
Richtig trocknen – hier entscheidet sich die Lebensdauer
Baumwollauflagen dürfen meist in den Trockner, wenn das Etikett es erlaubt; sie werden dadurch sogar weicher und flauschiger. Beschichtete und Noppen-Schoner trocknen Sie dagegen besser liegend oder hängend an der Luft. Wichtig in beiden Fällen: Der Schoner muss vollständig trocken sein, bevor er wieder aufs Bett kommt. Restfeuchte im Bettaufbau ist die häufigste Ursache für muffigen Geruch.
Legen Sie den Schoner nach dem Waschen glatt auf die Matratze und ziehen Sie erst dann das Spannbettlaken darüber – so bleiben keine Falten, die sich nachts durchdrücken.
Wie oft sollten Sie waschen?
Als Faustregel hat sich bewährt: bei jedem zweiten bis dritten Wechsel der Bettwäsche, mindestens aber alle zwei bis drei Monate. Wer stark schwitzt, Allergien hat oder Haustiere im Bett duldet, wäscht häufiger. Bei Flecken gilt: schnell handeln, kalt vorbehandeln und erst danach waschen – das gilt für den Schoner genauso wie für Ihre Bettwäsche.
Zwischen den Waschgängen hilft schon wenig Aufwand: morgens die Bettdecke zurückschlagen, kurz stoßlüften und den Bettaufbau auskühlen lassen. So kann die über Nacht abgegebene Feuchtigkeit entweichen, statt im Material zu bleiben.
Passender Schutz für Ihr Bett
In unserer Kollektion Matratzenschutz finden Sie Molton-Auflagen, wasserundurchlässige Auflagen, Frottee-Matratzenhüllen und Noppen-Schoner – gefertigt mit der Erfahrung eines Herstellers, der seit 1932 Textilien für das Bett produziert. Dazu passend finden Sie die komplette Auswahl an Bettwäsche für jede Jahreszeit. Der Versand ist immer kostenfrei, ohne Mindestbestellwert.
Häufige Fragen
Kann ich den Matratzenschoner zusammen mit der Bettwäsche waschen?
Grundsätzlich ja, wenn Farben und zulässige Temperatur zusammenpassen. Besser ist es dennoch, den Schoner allein zu waschen: Er ist voluminös und braucht Platz in der Trommel, damit Wasser und Waschmittel überall hinkommen.
Darf ich Weichspüler verwenden?
Besser nicht. Weichspüler hinterlässt einen Film auf den Fasern und verringert die Saugfähigkeit – genau die Eigenschaft, die einen Matratzenschoner ausmacht. Bei beschichteten Modellen kann er die Funktionsschicht zusätzlich beeinträchtigen.
Was tun, wenn der Schoner nach dem Waschen noch riecht?
Meist steckt Restfeuchte oder ein Waschmittelrückstand dahinter. Waschen Sie ein zweites Mal ohne Waschmittel mit zusätzlichem Spülgang und trocknen Sie den Schoner anschließend vollständig durch. Hilft das nicht, lohnt ein Blick auf die Waschmaschine selbst: Ein Reinigungslauf bei hoher Temperatur beseitigt Ablagerungen in der Trommel.